Am 21. März hat der Fussballclub Wohlen im Stadion Niedermatten zwar seinen Match gegen den FC Schaffhausen 0:1 verloren, im Casino ging er am gleichen Abend jedoch als Sieger vom Platz. Der Einwohnerrat hatte mit grosser Mehrheit einen Kredit von 1,16 Mio. Franken als Beitrag an den Einbau eines Kunstrasens auf dem Hauptfeld in den Niedermatten gesprochen.

Die lang ersehnte Platzsanierung, die den FC Wohlen witterungsunabhängiger machen und eine bessere Nutzung des Hauptfeldes erlauben würde, lässt auf sich warten. Gegen den Einwohnerratsbeschluss ist das Referendum eingereicht worden und die Abstimmung ist, wie der «Wohler Anzeiger» publik gemacht hat, auf den Februar 2017 verschoben worden. Laut Vizeammann Paul Huwiler hängt das (auch) mit dem zweiten neuen Kunstrasen zusammen, der auf dem Trainingsplatz eingebaut werden soll. Hierbei handelt es sich um einen Ersatz für schon bestehenden, aber schadhaften Kunstrasen. Dafür hat der Einwohnerrat einen Kredit von 495 000 Franken (netto 314 000 Franken) gesprochen, der Beschluss ist rechtskräftig, der Rasen sollte laut den ursprünglichen Plänen bereits verlegt sein.

Weil im Einwohnerrat aber die Forderung laut wurde, der Gemeinderat solle beide Kunstrasen gemeinsam ausschreiben, damit allenfalls Kosten gespart werden könnten, wird die Sache komplizierter und langwieriger. Erst vor wenigen Tagen ist die erwähnte Ausschreibung publiziert worden, bis am 19. September können Offerten eingereicht werden. Laut der Ausschreibung ist der Einbau des Kunstrasens auf dem Trainingsfeld für November 2016 geplant, jener für das Hauptfeld soll ab Mai 2017 eingebaut werden.

Warum eine Ausschreibung, wenn der Kredit für den Hauptplatz noch gar nicht rechtskräftig ist? Kein Problem, sagt der Gemeinderat. Die Ausschreibung erfolge unter Vorbehalt der Kreditgenehmigung durch die Volksabstimmung. So könne man zumindest etwas Zeit gewinnen.