Gespanntes Zuhören, aufgewecktes Miträtseln und Quietschen vor lauter Lachen – für Kinder ist der Besuch eines altersgerechten Theaterstücks ein unvergessliches Erlebnis. Aus diesem Grund hat der Verein Kultur im Sternensaal vor 14 Jahren das Projekt «Theaterfunken» eingeführt. Er wird vom Kanton finanziell unterstützt und «ermöglicht Schulklassen und Kindergärten den Besuch von Theaterproduktionen zu anständigen Preisen», wirbt das Team.
500 Schulklassen im Theater
Seit 1998 haben im Sternensaal Wohlen rund 12000 Kinder vom Theaterfunken profitieren können. Über 500 Schulklassen besuchten 39 verschiedene Theaterstücke in 135 Vorstellungen. Die Klassen stammen aus verschiedenen Gemeinden der ganzen Region. Dabei kamen 42 % der Schulkinder aus Wohlen, 20 % aus Villmergen, 9 % aus Niederwil, je 4 % vom Mutschellen und aus Merenschwand. 21 % stammen aus anderen umliegenden Gemeinden.
Allein im vergangenen Jahr (von November bis Dezember 2011) besuchten 1300 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen aus 76 Klassen von Jonen bis Lupfig und von Merenschwand bis Turgi 13 Vorstellungen im Sternensaal.
Ein Arbeitstag pro Vorstellung
Die Organisation des Theaterfunkens ist zeitintensiv und bedingt viel Arbeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sternensaals. «Jede Vorstellung benötigt übers Ganze gesehen etwa einen Tag Arbeit – total sind das bei 135 Vorstellungen also mehr als 1000 Stunden», rechnet Urs Heller, Mitglied des Sternensaalteams, vor. Dazu gehört neben der Büroarbeit auch das Visionieren der Stücke, die Einführung für die Lehrpersonen, der Auf- und Abbau der Produktionen sowie die Betreuung der Schülerinnen und Schüler während der Vorstellungen. «Die Arbeit für den Theaterfunken wird in Wohlen freiwillig und ohne Bezahlung geleistet», hält Heller fest.
Ein Franken pro Kind
«Der Sternensaal bezahlt die Infrastrukturkosten für die Vorstellungen des Theaterfunkens aus seinem eigenen Budget. Dafür hat der Verein seit 1998 rund 12000 Franken ausgegeben. Das ergibt einen Franken pro Kind. Urs Heller macht aber deutlich: «Wir sind uns bewusst, dass viele Kinder nur wegen der positiven Einstellung etlicher Lehrpersonen überhaupt innovatives Kindertheater erleben können. Das ist auch unsere Motivation.» (az/aw)