«Isch mega, eifach guet!». Das Schreien einer jungen Frau war kaum und auch dies nur gerade in ihrer unmittelbarer Nähe zu vernehmen. Auf der Bühne beim Laufenburger Marktplatz auf Schweizer Seite begeisterten in diesem Moment die «Barocker» mit ihrer Version des «An Tagen wie dieser» von den «Toten Hosen». Auf den Publikumsmagneten Laufenburger Open-Air-Gugge-Festival trifft sehr laut, sehr rhythmisch und ebenso stimmungsvoll jährlich aufs Neue zu. Und Stimmung pur mit Daumen nach oben herrschte am Freitagabend bei den fünf Bühnen, verteilt auf die Altstädte beidseits des Rheins.

Kälte und auch immer wieder heftig einsetzender Schneefall waren wenig beachtete Begleiterscheinungen. Die rhythmischen Darbietungen liessen kaum einen Fuss auf still auf dem Boden stehen, kaum ein Körper bewegte sich nicht im Takt der Musik. An die 40 Guggenformationen aus verschiedenen Schweizer Kantonen, aus Deutschland und auch Liechtenstein verwandelten das Felsennest am Rhein am Freitagabend in eine einzig grosse Bühne. Die Tausenden von Besuchern wurden nicht nur akustisch vielfach überzeugt, auch mit den teils sehr aufwendigen Kostümen, Masken oder geschminkten Gesichtern wussten die Mitglieder der Guggenmusik zu punkten.

Organisiert wird das jährliche Kakofonie-Spektakel von den Roli-Guggers aus badisch Laufenburg. Unterstützt werden sie bei der Planung und Durchführung von Schweizer Seite her durch die «Barocker» sowie die Salmfänger. Wer meint, Guggenmusik tönt mehr schräg als gut, kann sich jeweils am Laufenburger Guggenfestival eines Besseren belehren lassen.