Felix von Habsburg-Lothringen war vor knapp drei Wochen im Alter von 95 Jahren in San Angel in der Nähe von Mexiko-Stadt gestorben. Er war das letzte verbliebene von acht Kindern von Kaiser Karl I. von Österreich und Ungarn und Kaiserin Zita.

Am 31. Mai 1916 auf Schloss Schönbrunn geboren, verbrachte er seine Kindheit nach der Abdankung des Vaters 1918 im Exil. Zuerst lebte er in der Schweiz, später in Portugal auf der Insel Madeira, in Belgien und den USA.

Während dem zweiten Weltkrieg hatte er sich freiwillig bei den Alliierten zum Militär gemeldet, kam jedoch nicht zum Einsatz. Zusammen mit seinem Bruder Otto von Habsburg setzte er sich für ein freies und unabhängiges Österreich ein.

Otto von Habsburg im Juli gestorben

Felix älterer Bruder Otto von Habsburg war nur zwei Monate zuvor im Alter von 98 Jahren in Bayern gestorben. Er wurde mit viel Pomp im Wiener Stephansdom verabschiedet. Der einstige Kronprinz wurde in der Kaisergruft unter der Kapuzinerkirche beigesetzt. Sein Herz wurde im Benediktinerkloster Pannonhalma in Ungarn bestattet.

Felix von Habsburg-Lothringen kämpfte jahrzehntelang für die Rückgabe der Familien-Güter, die nach dem Ende des Kaiserreichs konfisziert worden waren. So unterzeichnete er die 1961 von Otto von Habsburg abgegebene Verzichtserklärung zunächst nicht und durfte zwischenzeitlich nicht nach Österreich einreisen.

Bestattung neben Gattin in Familiengruft

Felix von Habsburg heiratete 1952 Prinzessin Anna-Eugénie von Arenberg, mit der er sieben Kinder bekam. Neben seiner 1997 verstorbenen Gattin wird er nun die letzte Ruhe finden. Auch die Herzen seiner Eltern sind in der Familiengruft beigesetzt.

Vom Dienstag bis am Freitag wird Felix von Habsburg-Lothringen in der Loretokapelle des Klosters Muri aufgebahrt. Den für jedermann zugängliche Beerdigungsgottesdienst wird von Abt German Erd von der Zisterzienserabtei Stams in Österreich zelebriert.

Zur Feier sind auch der Aargauer Regierungsrat sowie Bundesrätin Doris Leuthard, die im benachbarten Merenschwand wohnt, eingeladen, wie Martin Egli, Koordinator der Beisetzung am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.