So soll sich die Region in den nächsten 25 Jahren entwickeln: Das Regionale Raumkonzept 2040 bildet die Leitplanken für die räumliche Entwicklung des Lebensraums Oberes Freiamt und zeichnet ein umfassendes Zukunftsbild mit den entsprechenden Raumstrukturen. Es definiert Handlungsfelder und ist für den Regionalplanungsverband Oberes Freiamt zentrales strategisches Instrument zur Steuerung der zukunftsorientierten räumlichen Entwicklung.

Der Verband schickt das Konzept jetzt ins öffentliche Mitwirkungsverfahren. «Wir wollen, dass die Bevölkerung mitreden kann», unterstrich Pius Wiss, Präsident der Repla, an der Abgeordnetenversammlung in Geltwil. Das Konzept ist ab Montag auf allen Gemeinden oder auf www.replaoberesfreiamt.ch einsehbar.

Potenzial aufzeigen

Muri und Sins sind ländliche Zentren, Waltenschwil, Boswil, Merenschwand und Oberrüti im Kantonalen Richtplan als ländliche Entwicklungsachsen definiert und die übrigen Gemeinden als Kernraum Landschaftsentwicklung. Das Regionale Raumkonzept (RRK) 2040 will vorhandenes Entwicklungspotenzial aufzeigen, Siedlungsentwicklung und Verkehr sowie die Dienstleistungsangebote in der Region koordinieren und die wirtschaftliche Entwicklung auf den Raum der Regionalzentren konzentrieren.

Die Innenent- wicklung in den Gemeinden wird priorisiert, es soll aber auch Entwicklungspotenzial ins Auge gefasst werden. Als Beispiele werden etwa langfristig das Wohnen in den Gebieten Kiesgrube Merenschwand oder Ziegeleiareal in Muri erwähnt.

Im Bereich Landschaft werden Reussebene, Bünztal und Lindenberg sowie deren Naherholungsmöglichkeiten als wichtig für die Wohn- und Lebensqualität eingestuft, wie Barbara Gloor, Geschäftsleiterin Metron Raumentwicklung AG, ausführte.

Der Erhalt und die Förderung der Landwirtschaft sind genauso ein Thema wie die Stärkung des Landschaftsbildes und der Biodiversität. Weiter soll das RKK zur Klärung von Nutzungskonflikten in Erholungsräumen von überregionaler Bedeutung beitragen. Im Bereich Mobilität Identifikation definiert es Koordinationsaufgaben und Handlungsfelder mit dem jeweiligen Zeithorizont.

Bis 2018 fertig

«Es ist gut, wenn sich auch die Bevölkerung einbringen kann», unterstrich Wiss, «wir wollen Inputs nicht nur von den Behörden.» Er hofft auf eine rege Beteiligung, macht sich aber nichts vor: «Wir werden kaum mit Eingaben überhäuft werden.» Die öffentliche Mitwirkung dauert bis 7. März. Nach deren Abschluss werden die eingegangenen Begehren geprüft und das RRK 2040 entsprechend überarbeitet. Ziel ist es, das Konzept nach entsprechender Anpassung und Fertigstellung im März 2018 an der Abgeordnetenversammlung 2018 zu verabschieden.

Die Grundlage für das RRK 2040 bilden die nach wie vor gültigen Leitsätze des Regionalen Entwicklungskonzepts 2008. Es berücksichtigt zudem weitere Planungen, insbesondere den Richtplan Aargau von 2015 mit geänderten gesetzlichen Vorgaben, das Regionale Siedlungs- und Verkehrskonzept von 2010, die Arbeitsplatzstrategie von 2015 und das Landschaftsentwicklungsprogramm 2002.

Eine wichtige Vorgabe bilden zudem die Prognosen zum Wachstum der Region: Die Bevölkerung soll demnach bis 2040 im oberen Freiamt um 20 Prozent (Schätzungen des Kantons) bis 30 Prozent (Schätzungen der Gemeinden) anwachsen. In diesem Zusammenhang strebt die Repla ein Wachstum von rund 4000 Beschäftigten oder jährlich 154 zusätzlichen Arbeitsplätzen an.