Oberlunkhofen
Aktualisiert am 01.08.11, um 12:05 von Lukas Schumacher
 

30 Seniorenwohnungen auf dem «Andermatt»-Areal in Oberlunkhofen geplant

Blick aufs Andermatt-Gelände in Oberlunkhofen
Quelle: Lukas Schumacher
Das Grossvorhaben «Wohnen im Alter» in Oberlunkhofen kommt allmählich in Schwung. Schritt für Schritt, mit Beharrlichkeit und Geduld treibt eine vom Gemeinderat eingesetzte Steuergruppe das Grossprojekt voran. von Lukas Schumacher
 

Auf dem «Andermatt»-Gelände mitten im Dorf sollen 30 Seniorenwohnungen sowie 10 bis 15 Pflegezimmer realisiert werden, teilte an einem Informationsanlass die von Janine Franken geleitete Steuergruppe mit. 60 Dorfbewohner besuchten den Anlass.

Mitte 2015 bezugsbereit?

Viele Fragen sind noch offen, einige sind geklärt. Wenn alles rund läuft, wird die Realisierung Anfang 2014 an die Hand genommen und Mitte 2015 fertiggestellt. Fest steht, dass «Wohnen im Alter» voraussichtlich ungefähr 4000 Quadratmeter des 10000 Quadratmeter grossen Andermatt-Landes beanspruchen wird. Bei den 30 geplanten Seniorenwohnungen handelt es sich um 17 Dreieinhalbzimmerwohnungen, um 9 Zweieinhalbzimmerwohnungen und 4 Viereinhalbzimmerwohnungen.

Für die Erstellung und Finanzierung der Seniorenwohnungen und der Pflegezimmer will man eine Baugenossenschaft gründen. Die Anzahl der vorgesehenen, rund 20 Quadratmeter grossen Pflegezimmer samt Nasszellen ist noch nicht fixiert. Entweder werden 15 Pflegezimmer erstellt oder 10. Die Fachpflege und -betreuung der Pensionäre soll das Personal des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt übernehmen.

Mehrere Hürden sind zu meistern

Ende 2011 soll der Gestaltungsplan zum Grossprojekt vorliegen. Der Plan gibt Auskunft über die Anordnung der einzelnen Bauten, über die aufwändige Zufahrtserschliessung und die Gestaltung der Umgebung mit den Verbindungswegen auf dem Areal. Wichtiger Teil des Gestaltungsplans sind geplante neue Gebäulichkeiten der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis, die auf dem Andermatt-Land möglichst rasch einen neuen Hauptsitz eröffnen will.

Vor dem Baubeginn sind mehrere Hürden zu überwinden. Kurzfristig wird die Steuergruppe Gespräche führen mit Verantwortlichen des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren, genauso Einigungsverhandlungen mit privaten, benachbarten «Andermatt»-Landbesitzern. Selbstverständlich werden die Oberlunkhofer Dorfbewohner auch Stellung zu Gestaltungsplan, Bauvorhaben, Finanzierung etc nehmen können. Der Gestaltungsplan bedarf zudem einer kantonaler Zustimmung.

Einheimische haben Vorrang

Bei der Vermietung der geplanten Seniorenwohnungen und der Besetzung der Pflegeplätze werden Bewohner aus Oberlunkhofen den Vorrang haben. Laut Steuergruppe zeigen Erfahrungen, dass bei Erstvermietungen von Seniorenwohnungen meist nicht genügend ältere Interessenten vorhanden sind. Eine anfängliche Altersdurchmischung sei durchaus erwünscht, hiess es in Oberlunkhofen.

 

 

(az)
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