97 Mittelschülerinnen und Mittelschüler stellten an der Schweizer Informatik-Olympiade ihr Können unter Beweis. Zu den besten jungen Programmierern der Schweiz gehört Nicolas Camenisch aus Oberwil-Lieli, der die Kantonsschule in Wettingen besucht. Mit gerade mal 15 Jahren schafft es Camenisch im ersten Anlauf auf den dritten Rang. Dafür erhält er den Jugendpreis.

Sitzleder und Neugierde

Die Jugendlichen zeigten ihre Kreativität und ihren Sinn für Logik beim ersten Teil des Wettbewerbes. Und sie bewiesen viel Durchhaltevermögen. Im Vorfeld lösten sie während zweier Monate in ihrer Freizeit knifflige Programmieraufgaben.

Bewertet wurden die Korrektheit der Resultate und die Effizienz des Programms. Dazu Johannes Kapfhammer, Präsident Schweizer Informatik-Olympiade und Informatik-Student an der ETH: «Es ist jedes Mal erstaunlich, mit welcher Begeisterung so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitmachen. Nicht nur das Lösen der kniffligen Aufgaben gehört dazu, auch das Wissen muss selbstständig erarbeitet werden – unsere Workshops helfen zwar, sind aber erst der Ausgangspunkt.»

Im März geht es weiter mit der zweiten Runde des Wettbewerbes. Die theoretische Prüfung findet an der ETH Zürich und der EPF Lausanne statt, die praktische wird online von zu Hause aus gelöst.

Vorher geht es für die 20 Bestplatzierten und vier Wildcard-Gewinner ins winterliche Davoser Trainingscamp. Dort wird intensiv an den Programmierfertigkeiten geschliffen. Unterrichtet und betreut werden die Schülerinnen und Schüler von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Schweizer Informatik-Olympiade.

Das sind Studierende und Doktorierende, die oft selbst an der Olympiade mitgemacht haben und ihr Wissen und ihre Erfahrungen nun an die Jüngeren weitergeben. Für die besten vier Nachwuchstalente lockt im Sommer die 29. Internationale Informatik-Olympiade in Teheran (Iran).

Dort wetteifern 300 Jugendliche aus rund 80 Ländern um Medaillen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer knüpfen Freundschaften und erfahren einen Austausch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. (az)