Im Sommer haben sich die Gemeinden Oberflachs, Auenstein, Schinznach-Dorf, Schinznach-Bad, Thalheim, Veltheim und Villnachern entschlossen, einen Verband zu gründen. Es geht darum, die Oberstufen-Schulen der Verbandsgemeinden zu stärken und die Zusammenarbeit untereinander zu intensivieren. Der Verband nimmt seine Tätigkeit offiziell am 1.Januar 2012 auf.
Die Mitglieder des Verbandsvorstands und der Kreisschulpflege haben sich bereits zu zwei konstituierenden Sitzungen getroffen, um Grundsatzfragen zu diskutieren und erste Stossrichtungen zu bestimmen. Seitens der Behörden und seitens der Kreisschulpflege ist von jeder beteiligten Gemeinde ein Rats- beziehungsweise ein Schulpflegemitglied dabei.
«Notwendige Arbeiten» ab 2012
In ihren Informationsblättern schreiben die Gemeinden, der Aufbau der Kreisschule Oberstufe Schenkenbergertal sei für alle Beteiligten ein grosses und nicht selbstverständliches Engagement. 2012 würden nun in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulleitungen und den Lehrpersonen die notwendigen Arbeiten an die Hand genommen. Welche Arbeiten sind in einer ersten Phase konkret gemeint?
Ulrich Salm, Präsident des Verbandsvorstands und Projektleiter, erläutert: «Es geht darum, die Organisation zweier bisher unabhängiger Oberstufen-Schulen zusammenzuführen. Grundsätzlich fallen da ähnliche Arbeiten an wie bei einer klassischen Fusion.» Für die Kreisschulpflege gehe es jetzt darum, an den Oberstufen-Standorten Veltheim und Schinznach-Dorf unschiedliche Strukturen zu eruieren und Lösungen zu finden, wie konkrete Abläufe vereinheitlicht werden können.
Es seien, so nennt Salm konkrete Beispiele, nun Reglemente zu vereinheitlichen und ein Leitbild zu schaffen, das bisher an beiden Standorten gefehlt habe.
«Mit der nötigen Sensibilität zusammenführen»
Salm, der das Projekt voraussichtlich bis zum Schuljahresbeginn 2013/2014 leitet, plant, die Koordination gleich im Januar in Angriff zu nehmen. Die konkreten Schritte müssten jetzt aber in den Gremien stattfinden. Insbesondere die neue Kreisschulpflege sei jetzt gefordert, so Salm. «Jetzt sind zwei unterschiedliche Schulkulturen mit der nötigen Sensibilität zusammenzuführen.» In der Praxis gebe es da die eine oder andere Herausforderung zu meistern.
Für das Projekt hat der Vorstand Christof Thierstein von der Fachhochschule Nordwestschweiz als Coach und Ratgeber gewinnen können.