Bau
Aktualisiert am 02.12.11, um 07:16 von Arthur Dietiker
 

Warum statt der der alten Brückenwaage ein Dorfplatz entsteht

Vier Verkehrswegbauer-Lehrlinge beim Bau vom neuen Oberbözberger Dorfplatz mit Brunnen. ADR
Die Kantonsstrasse, die durch Oberbözberg führt, ist weitgehend fertig. Der Einbau vom Feinbelag wird erst im Juli/August 2012 erfolgen, denn Oberbözberg soll keine Baustelle sein, wenn am 13. Juni die Tour de Suisse durchs Dorf fährt. von Arthur Dietiker
 

Aktuell sind alle Augen auf eine ganz besondere Baustelle gerichtet, deren «Grundstein» auf nicht alltägliche Art gelegt wurde. «Es geschah», als der Gemeinderat bei einem Ausflug in den Schwarzwald vor einem Gemeindehaus einen schönen Brunnen sah. Der Wunsch entstand, auch in Oberbözberg einen Dorfbrunnen zu errichten. Und zwar im Gebiet Bächle, wo einst die alte, für heutige Bedürfnisse untauglich gewordene Brückenwaage war, die letztes Jahr entfernt wurde.

Entschlossenes Vorgehen

Das Baugesuch wurde auf der Gemeindekanzlei aufgelegt. Der kantonale Ortsbildschützer schlug nur geringfügige Änderungen an der Platzgeometrie vor. Dann ging alles erfreulich rassig: die ausserordentliche Ortsbürgergemeinde beschloss am 14. Oktober, für die Realisierung des Projektes die nötigen rund 33000 Franken, welche das Projekt kosten wird, aus der Forstreserve zurückzuziehen, und den Brunnen der Einwohnergemeinde zu schenken: auf deren Land kommt er nämlich zu stehen. Vorgestern begann ein ganz spezielles Bauteam mit der Erstellung des gepflästerten Platzes, auf dem der Brunnen zu stehen kommen wird.

Es sind je zwei Verkehrswegbauer-Lehrlinge der Granella AG und der Umbricht AG, die als Arbeitsgemeinschaft die Oberbözberger Dorfstrasse sanieren. Eine interessante Aufgabe für die angehenden jungen Berufsleute: Hier können sie in der Praxis berufliche Erfahrung sammeln. Und weiter erfreulich: Als Dank für den Auftrag zur Strassensanierung erstellt die ARGE Granella/Umbricht den Platz mit dem neuen Dorfbrunnen gratis. Die Ortsbürgergemeinde Oberbözberg muss lediglich das Material zahlen.

Ein Augenschein vor Ort

Auf dem neuen gepflästerten Dorfplatz werden auch zwei Bänke ohne Lehnen aufgestellt und ein Linde gepflanzt. Der Brunnen wird mit Trinkwasser aus der Sauberwasserleitung «Spiracher-Jufe» gespeist und besteht aus einem drei Meter breiten und einem Meter tiefen Trog sowie einem Brunnenstock aus Beton.

Auch Gemeindeammann Rudolf Wälti und Gemeindeschreiber Erwin Wernli nahmen vor Ort einen Augenschein, als die vier Verkehrswegebauer-Lehrlinge unter Leitung von Pflästerer Fernando Mendes da Silva von der Granella AG den Bau vom Natursteinplatz in Angriff nahmen.

(az Aargauer Zeitung)
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