Birr/Birrhard
Aktualisiert am 22.12.11, um 06:32 von Elisabeth Feller
 

Über eine Fusion von Birr und Birrhard kann nur der Souverän befinden

Werden Birr und Birrhard zusammengehen? Walter Schwager
Der Schlussbericht über die Zukunft der Gemeinden liegt nun vor. Würden die Stimmberechtigten in den Gemeinden Birr und Birrhard Ja zu einer Fusion sagen, erfolgte die obligatorische Urnenabstimmung. Danach muss noch der Grosse Rat Ja sagen. von Elisabeth Feller
 

Landauf, landab fusionieren Gemeinden. Weshalb? Weil die Anforderungen laufend grösser werden und diese in einem grösseren Verbund besser gemeistert werden können. Die steigenden Anforderungen an das Eigenamt und das Birrfeld als Industriestandort haben deshalb auch die Gemeinden Birr und Birrhard veranlasst, Abklärungen über die Zukunft in die Wege zu leiten.

Das Projekt «Zubi»

Am 5. Juni 2009 haben die Stimmberechtigten an Gemeindeversammlungen dem Gemeinderat den Auftrag erteilt, mit dem Projekt «Zusammenschluss Birr/Birrhard» (Zubi) die Zukunft der beiden Eigenämter Gemeinden anzugehen.

Die eigentliche Projektarbeit wurde schliesslich mit der Kick-off-Veranstaltung im Januar 2010 lanciert – die Projektarbeit auf acht verschiedene Facharbeitsgruppen aufgeteilt. Diese überprüften einerseits weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit; untersuchten andererseits aber auch die Vor- und Nachteile eines allfälligen Zusammenschlusses sowie die Folgen unter Beibehaltung des Istzustandes.

Eine erste Erkenntnis aus der Facharbeitsgruppe 1 (Behörden, Gemeindeverwaltung, Archivwesen, Personelles, Informatik, Betreibungsamt) ergab beispielsweise, dass die Angestellten der beiden Verwaltungen grundsätzlich «hervorragende Arbeit» leisten. «Aus diesem Grund», so die Facharbeitsgruppe, «sind die Projektleitung und die Gemeinderäte bestrebt, das Personal in jedem Fall weiter zu beschäftigen. Jede heute beschäftigte Person soll auch in einer allfällig fusionierten Gemeinde eine Anstellung erhalten».

Zwei Richtungen

Nun liegt der Schlussbericht mit Empfehlungen für die Exekutive seit kurzem vor. Was das bedeutet, erklärt Ruedi Leder, Kommunikationsbeauftragter: «Die Gemeinderäte von Birr und Birrhard haben Zeit bis Februar 2012, um den Bericht zu studieren und zu diskutieren, um dann im dritten Quartal 2012 die entsprechenden Anträge an die ausserordentlichen Gemeindeversammlungen in Birr und Birrhard zu stellen.» Grundsätzlich, so Leder, gebe es zwei Richtungen: Die Gemeinderäte beider Gemeinden sind für einen Zusammenschluss von Birr und Birrhard oder sie wollen es beim Istzustand belassen.

Ruedi Leder betont, «dass über einen allfälligen Zusammenschluss jedoch einzig und allein der Souverän befinden kann». Würden die Stimmberechtigten in den Gemeinden Birr und Birrhard Ja zu einer Fusion sagen, erfolgte die obligatorische Urnenabstimmung – danach müsste noch der Grosse Rat seine Zustimmung geben.

(az Aargauer Zeitung)
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