Riniken
Aktualisiert am 09.01.12, um 09:54 von Arthur Dietiker
 

«Riniken war für uns Kinder ein kleines Paradies»

Christine Egerszegi mit Ernst Obrist
Ernst Obrist, Gmeindeammann von Riniken freute sich. Am Neujahrsapéro nahm Ständerätin Christine Egerszegi teil - und erinnere sich an ihre Jugendzeit. von Arthur Dietiker
 

Zum Neujahrsapéro eingeladen hatte der Gemeinderat, organisiert hatte ihn Kultur rinikenLIVE, begleitet wurde er von der Musikgesellschaft: Einwohnerinnen und Einwohner von Riniken stiessen in der Turnhalle Lee auf das Jahr 2012 an. Mit dabei – und mit grossem Applaus begrüsst – war auch die in Mellingen wohnhafte FDP-Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist, Ortsbürgerin von Riniken.

Gemeindeammann Ernst Obrist erinnerte in seinem Jahresrückblick nicht allein an die Dichte negativer (welt-)historischer Ereignisse, die 2011 geprägt hatten, sondern u.a. auch an Highlights, welche «euses Riniken» erlebte. Zum Beispiel den Bundesgerichtsentscheid betreffend Hochspannungsleitung: ein Erfolg nach 20 Jahren Einsatz und Kampf. Und «dass wir Ende letztes Jahr seit langer Zeit wieder einmal schuldenfrei dagestanden sind». Zum Jahresrückblick gehörte auch die Erwähnung verschiedener Wechsel in den Behörden und Kommissionen. Spezialapplaus erhielt Johanna Menton, die ihre zehnjährige Tätigkeit als Gemeinderätin Ende letzten Jahres beendete.

Ein Schwein namens Spelterini

Am letzten Brugger Jugendfest hätten er und Christine Egerszegi abgemacht, dass sie eine erfolgreiche Wiederwahl als Ständerätin auch einmal in ihrer Heimatgemeinde Riniken feiern könnte, sagte Gemeindeammann Ernst Obrist: «Christine Egerszegi-Obrist hat Wort gehalten!» Die Ständerätin ging ans Mikrofon – was sie dann über ihre Beziehungen zu Riniken erzählte, war eindrücklich. Man erfuhr, dass sich ihr Grossvater nach seiner Pensionierung als Werkmeister der Hunziker AG Brugg einst einen Bubentraum erfüllte, und am Scheueracker 98 in Riniken – einige Schritte von der Käsi entfernt – ein kleines Haus baute. Dort hielt er zwei Geissen, ein Schwein, das er «Spelterini» nannte (so hiess damals eine grosse Tänzerin), sowie zwei Katzen, die auf den Namen Schnittlauch und Peterli, hörten sowie ein Dutzend Hühner. Für Christine Egerszegi und ihren Bruder – Stadtkinder aus Baden – «war Riniken ein kleines Paradies».

Also durften die Kinder ihre Frühlings- und Sommerferien stets bei den Grosseltern in Riniken verbringen. Auch wenn danach daheim die Mutter kopfschüttelnd feststellte: «Ihr seid ja ganz verwitteret!». Christine Egerszegi erinnerte sich auch noch gut daran, dass ihr Grossvater ein grosser Sammler und der Estrich im Riniker Haus eine wahre Fundgrube gewesen sei. Zu den Erinnerungen gehört auch, dass es in der Vorratskammer stets dürre Apfelschnitze hatte, von denen sie nach Lust und Laune nehmen konnten. Und dass die Riniker Grossmutter überzeugt war, lauwarme Geissenmilch sei etwas vom Besten für Kinder.

(az)
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