Am Tag nach der heftigen Explosion in einem Quartier von Rüfenach bei Brugg stehen die Bewohner geschockt vor dem grossen Trümmerfeld. Die Wucht sprengte die Rückwand des Hauses weg und verteilte deren Teile im ganzen Quartier. Dabei wurden mehrere Häuser am Dach und an der Fassade beschädigt. Die Druckwelle liess Fensterscheiben zerbersten, drückte Briefkästen um und machte teils grosse Risse in die Fassaden.
Angeblich zerstritten
Die Bewohner der betroffenen Strasse im Ortsteil Hinterrein sind seit den frühen Morgenstunden mit Aufräumen beschäftigt. «Es ist eine riesige Sauerei!», sagt ein Anwohner gegenüber az. Sie seien richtiggehend «ausgebombt worden».
Verschiedene Medien berichteten, dass sich A.D. mit seiner Frau zerstritten habe. Richtig Auskunft über das Verhältnis des Hausbewohners zu seiner Frau wollte niemand direkt geben. Vielmehr müsse jetzt erst einmal aufgeräumt werden, so der Tenor der Anwohner.
Selbstmord gilt als wahrscheinlich
Bei der Explosion in der Nacht zum Dienstag wurde A.D. tödlich verletzt. Er hielt sich zum Zeitpunkt im Haus auf. Aufgrund der Explosionskraft schliesst die Aargauer Kantonspolizei Feuerwerk als Ursache aus. Sie bestätigt, dass im Haus Gasflaschen entdeckt wurden. «Dieser Fund und die Explosionszeit lassen auf eine mutwillige Explosion schliessen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand in den frühen Morgenstunden mit Gas hantiert», so Roland Pfister, Mediensprecher der Polizei.
Gemäss Polizei geht der Schaden in eine sechsstellige Höhe. (san)