Am kommenden Freitag gehts mit der Vernissage los. Marianne Gasser wird die Einführung halten, Zoé Pedrozzi die Beteiligten vorstellen. Diese drehen dem Betrachter auf Werbefotos den Rücken zu. «Dies aber nur, weil wir Aufmerksamkeit erregen und eine lustige Variante einer Vorstellung wählen wollten», so Pedrozzi.
Sie wirkten denn auch bei unserem Besuch in der Bossartschüür, als es um die Aufteilung der Ausstellungsflächen ging, aufgestellt und fröhlich. «Wir wissen selber wenig darüber, wer genau was ausstellen und wie die Gesamtschau wirken wird», so der Tenor. Einzelne von ihnen sind vom Kulturkreis bezüglich einer Beteiligung direkt angegangen worden – und sie haben ihrerseits Bekannte angeworben. Die meisten von ihnen sind in Familien aufgewachsen, in denen Familienmitglieder oder Verwandte ebenfalls kreativ tätig sind oder waren. Für fünf der sechs jungen Leute ist es die allererste Ausstellung – entsprechend gespannt sind sie.
Gemälde, Fotos, Objekte
Was werden die jungen Leute zeigen? Ein klein wenig lüfteten sie den Schleier. Bei der 20-jährigen Architekturstudentin Géraldine Burger aus Windisch sind es Öl- und Acrylbilder sowie Handzeichnungen. Ihre Schwester Noémie hatte an einer früheren Ausstellung «Junge Kunst» ihre Premiere. «In unserer Familie fotografieren alle gerne», erzählt Kathrin Nutter, 20, aus Remigen. Sie studiert visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel mit Schwerpunkt Fotografie und wird in der Bossartschüür mit fotografischen Impressionen aufwarten.
Den Berufsweg Grafikerin hat die Windischerin Zoé Pedrozzi, 17-jährig, an der Schule für Gestaltung in Basel eingeschlagen. Auch sie fotografiert leidenschaftlich gern, setzt die Bilder und eigene Geschichten aber oft in einem Comicstil um. «Vermutlich baue ich in der Bossartschüür noch eine kleine alte Stube auf im Sinne einer Verbindung der Generationen.» Sie brachte jedenfalls schon mal eine antike Wanduhr mit. «Mal schauen, was noch alles entstehen wird», meinte sie schmunzelnd. Ebenfalls noch kein «fixfertiges Ausstellungsgut» hatte die 17-jährige Bigna Suter aus Brugg, welche die gleiche Schule wie Pedrozzi besucht und eine Lehre als Polydesignerin absolviert. Sie wird mit Kassetten und andern Objekten wie auch mit Fotografien präsent sein. Die gleichaltrige Badenerin Rea Widmer, ebenfalls in der Lehre als Polydesignerin steckend, verspricht einen Mix aus Skulpturen, Bildern und Objekten.
«Wir freuen uns auf viele Echos«
Seine zweite Ausstellung bestreitet Manuel Etterli, 22, Landschaftsgärtner aus Veltheim. Er hat Freude an einem breiten gestalterischen Spektrum: von der Malerei über Gipsskulpturen bis zu Performance und Happenings. Alle Ausstellenden sind sich bezüglich ihres weiteren kreativen Wirkens einig: «Wir möchten unsern eigenen Stil bewahren und weiter fördern und freuen uns auf viele Echos von Besuchern.»
Ausstellung «Junge Kunst» in der Bossartschüür Windisch; vom 24. Februar bis 4. März; samstags und sonntags je 14–17 Uhr; am 2. März von 18 bis 20 Uhr. Die Vernissage findet am Freitag, 24. Februar, 19 Uhr, statt.