Beste Freunde werden sie wohl nie. Eine entspannte Atmosphäre hat trotzdem geherrscht am Donnerstagabend: In den Räumlichkeiten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) in Brugg haben die Atomgegner Iris Frei aus Herznach und Thomas Jochim aus Engen (D) zusammen mit rund zehn Begleitern dem Ensi-Kommunikationsleiter Sebastian Hueber einen von 2409 besorgten Bürgern aus der Schweiz und aus Deutschland unterzeichneten offenen Brief überreicht und sich für die endgültige Abschaltung von Beznau I stark gemacht.

Die Atomgegner übergeben dem Ensi-Kommunikationsleiter Sebastian Hueber 2409 Unterschriften.

Gut eine halbe Stunde Zeit blieb für einen angeregten Gedankenaustausch. Hueber betonte zwar, dass sich die Atomgegner mit ihren Anliegen an die Betreiber der Kraftwerke wenden müssten oder an das Stimmvolk, das im November über die Atomausstiegsinitiative abstimmen wird. Das Ensi habe als Aufsichtsbehörde sicherzustellen, dass die Anlagen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Iris Frei und Thomas Jochim legten dem Kommunikationsleiter gleichwohl ans Herz, über die kritischen Stimmen nachzudenken.

In der Folge fand vor dem Ensi sowie dem Fachhochschul-Campus die 1111. Mahnwache statt, um an die Katastrophe von Fukushima zu erinnern. (mhu)