Etwas irritiert watschelt das Entenpaar auf der Betonplatte des Springbrunnens am unteren Bahnhofplatz in Baden. Könnten die Enten sprechen, würden sie sich wohl fragen: «Nanu, wo bleibt das Wasser?» Die Antwort steht auf den Plakaten, die auf dem Baugitter ringsum angebracht sind: «Wegen Vandalismus bleibt der Brunnen leider weiterhin ausser Betrieb.»

Was ist passiert? Die Regionalwerke AG Baden (RWB), die für den Unterhalt verantwortlich sind, hatten Mitte April die Betonplatte saniert und wenig später die Dichtungen neu gemacht. «Doch während der Trocknungsphase hatten gewisse Leute Freude daran, ihre Zigarettenstummel darin auszudrücken, mit den Schuhen darauf zu stampfen und mit dem Velo darüber zu fahren, wie Spuren zeigen», sagt der Mediensprecher der RWB, Gilles Tornare. Und dies, obwohl ein Absperrband um den Brunnen befestigt worden war.

Die Folge des Vandalenakts? Die Dichtungen wurden derart beschädigt, dass das Energie- und Wasserversorgungsunternehmen das Bauwerk nicht in Betrieb nehmen kann. Denn: «Jetzt müssen wir die Fugen erneut auffüllen.» Die Mehrkosten werden insgesamt auf rund 5000 Franken geschätzt.

Mit den Sanierungsmassnahmen hätte der Springbrunnen fit für die neue Saison gemacht werden sollen. Statt wie geplant an Auffahrt, soll das Wasser nun Ende Mai zu fliessen beginnen.

Zweite Sanierung steht an

Noch in dieser Woche werden Mitarbeiter der RWB die Dichtungen ein zweites Mal sanieren und den Springbrunnen instand setzen. Um sicherzugehen, dass die Betonplatte ungestört trocknen kann, wurde der Brunnen mit einem Baugitter abgeschottet. «Das ist zwar ein mühsamer Umweg. Aber jetzt hoffen wir, dass auf diese Weise weitere Vandalenakte ausbleiben», sagt Gilles Tornare. Wer sich den Spass erlaubt und unter anderem Zigarettenstummel in den weichen Kitt gedrückt hat, ist nicht bekannt. Auch habe man keine Anzeige erstattet, sagt der Mediensprecher. Die RWB hätten lediglich die Polizei über die neue Absperrung informiert und die Passanten mit Plakaten auf das Geschehene aufmerksam gemacht.

Läuft die Sanierung nach Plan, können sich die Passanten in rund drei Wochen wieder am Plätschern des Springbrunnens erfreuen – und die Enten darin ihr Bad nehmen.