Und wieder schliesst in Baden ein traditionsreiches Möbelhaus. Nach dem Ende von "Form+Wohnen" letzten Sommer, hat nun das gleiche Schicksal das Möbelhaus "in!baden" ereilt.

Dies geht aus einem Brief hervor, den Geschäftsinhaber und Gründer Roul Burger Anfang dieser Woche seinen Kunden, Geschäftspartner und Freunden verschickt hat. Darin heisst es unter anderem: "Nach vielen erfolgreichen Jahren erlebten wir – wie die gesamte Möbelbranche der Schweiz – 2010/11 mit dem Einbruch des Euros den ersten Dämpfer.

Die Folge war, dass viele Schweizerinnen und Schweizer im grenznahen Ausland einkauften. 2013 folgte eine zweite Welle und der Euro wurde erneut massiv abgewertet."

Und weiter: "In den letzten Monaten war ich vollauf damit beschäftigt, eine Nachfolgeregelung für in!baden.ag zu finden. Ich habe zahlreiche Fusions- und Übernahme-Verhandlungen geführt. Mit fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten in einem sehr schwierigen Marktumfeld leider am Ende ohne Erfolg; die Sanierung respektive eine Fusion von in!baden.ag ist nicht geglückt. All diese Faktoren sowie die allgemeine schlechte Wirtschaftslage zwingen mich, den Betrieb von in!baden.ag per Anfang Januar 2017 einzustellen."

Vor einem halben Jahr noch optimistisch

Schon im Juni sprach Burger gegenüber dem «Badener Tagblatt» davon, dass auch sein Geschäft mit Umsatzeinbussen kämpft. Damals gab er sich allerdings noch optimistisch. Er wollte mit verschiedenen Massnahmen der angespannten Wirtschaftslage entgegenwirken. «Wir überlegen uns, wie in anderen Branchen üblich, gewisse Dienstleistungen zu verrechnen», sagte Burger.

Zudem wurde das zweite Stockwerk des Showrooms vermietet und die Stelle eines Mitarbeiters, der den Betrieb verlassen hatte, nicht wieder besetzt. «In diesem Sommer werden wir zudem den Onlineshop ausbauen und unsere Website überarbeiten», verriet Burger. Zudem plante er, auch auf Social Media und auf einem Blog präsent zu sein und die junge Kundschaft, die vermehrt im Internet kaufe, anzusprechen.