Es sind aufregende Wochen und Monate für die vereinigten Badener und Birmenstorfer Unihockeyaner. Erstmals überhaupt spielen sie in der 2. Liga Grossfeld. Mit dem primären Ziel jedes Liganeulings, den Klassenerhalt zu schaffen, traten sie im vergangenen Herbst zum ersten Spiel im Oberhaus an. Doch nun, nach zwei Dritteln der Saison, müssen sie ihren Fokus neu ausrichten: Plötzlich locken gar die Aufstiegsspiele in die 1. Liga.

Nach dem jüngsten 9:4-Heimsieg in der GoEasy-Arena gegen Schüpbach II liegt das Team von Spielertrainer Martin Egloff einen Punkt vor Brugg auf dem aufstiegsrundenberechtigten zweiten Rang. Dass es dermassen gut laufen würde, war nach einem veritablen Rumpelstart in die Saison mit zwei Niederlagen, nicht zu erwarten.

«Wir haben immer gewusst, was wir können», sagt Egloff, der das Team im zweiten Jahr führt, und fügt an: «Nervös wurden wir nie.» Das Glanzstück lieferte Baden-Birmensdorf im letzten Spiel des Jahres 2016 ab, als man auswärts das Kantonalderby gegen Aargau United gleich mit 7:1 gewann.

Unihockey-Verein

Im September 2008 leiteten die Unihockey-Abteilungen des STV Baden und des TSV Jokerit eine Fusion ein. Im Frühjahr 2009 stimmten die Generalversammlungen beider Vereine einer gemeinsamen Zukunft zu. So startete UH Baden-Birmenstorf im September 2009 in die erste Saison. Aktuell umfasst Unihockey Baden-Birmenstorf elf Teams mit rund 180 Mitgliedern.

Angesprochen auf die Gründe für den sportlichen Höhenflug meint Daniel Gisin, Spieler und Präsident in Personalunion: «Es ist nach einer Modusänderung sehr schwierig geworden, aus der 3. Liga aufzusteigen. Da brauchst du ein starkes Team.» Dass sie in der 2. Liga mithalten können, hätten sie zwar erwartet.

«Aber dass es gleich so gut läuft, erstaunt auch mich», so Gisin. Bemerkenswert: Mit Aarau liegt der Liganeuling gar an der Tabellenspitze. Ein anderer Grund für die erfreuliche Entwicklung ist die Tatsache, dass Unihockey Baden-Birmenstorf mit der GoEasy-Arena jetzt eine Heimstätte hat, die diesen Namen auch verdient. «Dort fühlen wir uns wohl», sagt Spielertrainer Martin Egloff.

Im Sommer auf der Hochbrücke

Doch in der Halle dem kleinen Kunststoffball mit den 26 Löchern nachjagen ist nicht die einzige Herausforderung der Badener Unihockeyaner. Weil sie auch nach dem Zusammenschluss mit Jokerit Birmenstorf weiterhin ihrem Stammverein STV Baden angehören (siehe Text links), legen sie sich für die diesjährige Badenfahrt schon jetzt ins Zeug.

Gesucht wird aktuell ein Name für die STV-Baden-Beiz. Weil die Bar und der Betrieb der Spanisch-Brötli-Bahn nicht am vorgesehenen Ort durchgeführt werden kann, wurde ein neuer Platz auf der Hochbrücke mit angepasster Route zugesichert.

«Wir suchen einen neuen Namen für die Bar, die auch als Haltestelle der Spanisch-Brötli-Bahn dient», sagt Spieler Daniel Gisin, der auch im OK der Badenfahrt sitzt. Der Preis ist heiss: Dem Sieger der Namenssuche wird vom Organisationskomitee des STV Baden ein Zehntagespass für die Badenfahrt spendiert.