Die Zeit drängt. Die Schulanlage Rütihof muss baldmöglichst an die neuen Schulstrukturen mit sechs Jahren Primar und drei Oberstufen-Jahren angepasst werden.

Hinzu kommen die Tagesstrukturen ab Kindergartenalter, wie es die «Schulraumplanung Baden 2020» verlangt. Nun ist das Projekt für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Rütihof ausgearbeitet.

Der Stadtrat will das Projekt im Dezember dem Einwohnerrat vorlegen. Die Abteilung Planung und Bau der Stadt Baden schätzt die Kosten des Projekts auf 16,7 Millionen Franken. Sollte der Einwohnerrat das Paket gutheissen, entscheidet das Badener Stimmvolk kommenden Juni, ob es der Sanierung und Erweiterung zustimmt.

Zwei neue Schulhäuser

Primarschule und Kindergärten sollen in einer Schulanlage mit integrierten Tagesstrukturen zusammengefasst werden. Alle provisorischen Bauten sowie das blaue Schulhaus werden abgerissen und durch zwei dreistöckige Neubauten ersetzt. Die beiden neuen Schulhäuser bilden zusammen mit der bestehenden Mehrzweckhalle und dem alten, gelben Schulhaus einen Gebäudekomplex. So bleibt die grosse Fläche östlich davon für spätere Entwicklungen frei. Der Raum zwischen den Gebäuden bildet den Pausenplatz mit Sitzstufen, Brunnen und Bäumen als Auflockerung.

Im grösseren der beiden Neubauten wird die Mittelstufe untergebracht. Hinzu kommen Räume für Spezialnutzungen und Gemeinschaftsräume. Im kleineren Gebäude finden die Kindergärten und die Unterstufe Platz. Das alte Schulhaus wird zum Tagesstrukturhaus umgebaut und bekommt eine Küche. Der Kindergarten Tobelacher wird leicht angepasst und für die Sonderpädagogik genutzt. Die Mehrzweckhalle bleibt, wie sie ist.

Acht Monate Bauzeit

Die neuen Schulhäuser sollen nach dem Modulsystem gebaut werden. «Die einfache Typologie und der modulare Aufbau sind die Grundvoraussetzungen für einen günstigen Systembau», heisst es im Schreiben der Abteilung Planung und Bau.

Der Start der Bauarbeiten ist für Januar 2016 geplant. Rund sechs Monaten dauert der Bau der neuen Gebäude. «Insgesamt rechnen wir mit einer Bauphase von acht Monaten», sagt Projektleiterin Roxana Blocher. Während dieser Zeit läuft der Schulbetrieb normal weiter. Bereits während der zweiten Bauphase, in der das kleinere Schulhaus gebaut wird, steht mehr Schulraum zur Verfügung als heute. Die Bauarbeiten sollen per Schuljahr 16/17 abgeschlossen sein.

Die Abteilung Planung und Bau informiert am Montag, 13. Oktober, um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle am Schulhausweg 5 über das Projekt.