Die Bruggerstrasse in Wildegg ist in einem schlechten Zustand. Deshalb wird ihr Srassenoberbau vom Knoten Bären bis zum unteren Schlossweg vollständig erneuert. Gleichzeitig wird die Fahrbahn verbreitert und neu in zwei Fahrspuren und in zwei Radstreifen aufge-teilt. Damit erfahren insbesondere die Radfahrenden einen besseren Schutz. Im Zuge der Fahrbahnverbreiterung wird auch die baufällige Stützmauer entlang der Bruggerstrasse im Bereich des Amsler-Guts ersetzt. Die Zufahrt zum Amsler-Gut wird in Richtung Holderbank verschoben, womit bessere Sichtverhältnisse geschaffen werden.
Die Verkehrssituation an der Kreuzung Bären wird mit einem Kleinkreisel verbessert. Bei der bestehenden Bünzbrücke wird eine neue Brückenplatte mit gleichzeitiger Verbreiterung für den Mehrzweckstreifen und beidseitigen Gehwegen erstellt.
Für die Belagssanierung der Bruggerstrasse wird der Projektperimeter bis zur Gemeindegrenze Holderbank erweitert. Im Rahmen der Strassenbauarbeiten werden auch diverse Werkleitungen neu verlegt und saniert.
An der Hellgasse werden die zu schmale Fahrbahn und der Gehweg minimal verbreitert, sodass das Kreuzen zweier Lastwagen mit reduzierter Geschwindigkeit möglich sein wird. Dieser Ausbau erfordert auch einen Neubau der Stützmauer beim Isler-Gut.
Mit den Sanierungsarbeiten werden in allen Abschnitten lärmoptimierte Fahrbahnbeläge eingebaut. Die Kantonsstrassen sind im Bereich des Knotens Bären, des Amsler- und des Isler-Guts von denkmalgeschützten Gebäude- und Gartenanlagen umgeben. Wie bereits die Projektierung erfolgt auch die Ausführung in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen der Denkmalpflege und des Ortsbildschutzes sowie unter Mitarbeit eines Landschaftsarchitekten.
Einspurig mit Lichtsignal
Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich am 28. Februar 2011. Gemäss dem Bauprogramm wird Mitte 2012 mit der Fertigstellung gerechnet. In einer ersten Phase wird die Hellgasse bis Ende Juli 2011 für sämtlichen Verkehr gesperrt und eine Umleitung via Niederlenz eingerichtet. Auf der Bruggerstrasse wird der Verkehr mittels Lichtsignalanlage einspurig geführt, da die engen Platzverhältnisse eine zweispurige Führung nicht gestattet. Das Verkehrsaufkommen auf der Bruggerstrasse beträgt rund 20 000 Fahrzeuge pro Tag. Da liegt es auf der Hand: Es ist mit längeren Wartezeiten und grösseren Rückstaus zu rechnen.
Für die Strassenbauarbeiten wird mit Kosten von rund 6,3 Millionen Franken gerechnet. Aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes ist ein Beitrag von 2,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Die restlichen Kosten werden von Kanton und Gemeinde getragen. Die Baukosten für die Werkleitungsarbeiten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken und werden durch die Werkeigentümer finanziert.