Wie Recherchen der «Sonntags-Zeitung» zeigen, handelte es sich bei den Besuchern, entgegen der Darstellung von Geri Müller, nicht einfach um Vertreter der «sozialen Bewegung Hamas», wie er dem «Tages-Anzeiger» seinerzeit sagte.

Namentlich genannt wurde Anfang Jahr nur Hamas-Sprecher Mushir al-Masri. Er wurde begleitet vom Arzt Khamis Al Najjar sowie dem Religionsgelehrten Sayed Abu Musameh. Alle drei figurieren auf der Terror-Finanzierungsliste des US-Finanzministeriums. Al-Masri ist verantwortlich für die Hamas-Propaganda, die dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht, und gemäss mehreren Quellen zuständig für die Rekrutierung von Terroristen, insbesondere Selbstmordattentäter.

Dem Arzt Al Najjar werden Verbindungen zur Muslimbruderschaft nachgesagt, und er soll für die Entführung israelischer Soldaten verantwortlich sein. Der Religionsgelehrte Abu Musameh wiederum ist einer der Gründer von Hamas und hat deren Ideologie mitformuliert. Eines ihrer Ziele: die Vernichtung aller Juden. Abu Musameh organisiert als Leiter die internationale Finanzierung der Hamas. Quellen in britischen Geheimdienstkreisen, die Hamas seit vielen Jahren beobachten, stützen alle diese Darstellungen. Müller sagt dazu: «Diese Informationen sind für mich juristisch nicht bestätigt.»