Die Guggen «Speuzer Schränzer» fuhren als - inzwischen doch erwachsene - Töfflibuben mit Mopeds durchs Dorf. Einige hatten ihren fahrbaren Untersatz frisiert - mit pinkigem Plüsch und Federboa. Der Moderator führte gekonnt und mit Witz durch den Anlass, seine Ansprache hielt er in Gedichtform. Die Gruppe Haribo kommentierte er mit: «Der Leitbär der Gruppe sieht aus wie ein Yeti, aber sie gehorchen ihm trotzdem.»

Die Kleinsten standen bei diesem Umzug nicht nur am Strassenrand, sondern waren mittendrin. Die Formation Spielgruppe-Paradiesli trug bunte Kostüme zur Schau. Unter ihnen viele Speuzer Kinder, die ihre Verkleidungen in der Spielgruppe selbst gebastelt hatten.

Kinder in der Konfettischlacht

Die Kinder reagierten mit einer Mischung aus Angst und Neugierde auf die Furcht einflössenden Teufelsmasken, in denen die Tambouren den Zug anführten. Ein kleines Mädchen vergrub sogar den Kopf in den Haaren der Mutter. Am übrigen Umzug hingegen hatten sie offensichtlich grossen Spass und warfen Konfetti in rauen Mengen auf die Strasse. Die Kinder kamen in ausgefallenen Verkleidungen, von der Hexe über Spidermans, Cowboys und Prinzessinnen.

Wer nicht von den Kindern über und über mit den bunten Schnipseln bedeckt worden war, bekam spätestens beim Umzug von den einzelnen Formationen eine Ladung Konfetti verpasst. Wer viel Pech hatte, landete auf einem der Wagen, wo er in einer Wanne mit Konfetti gebadet wurde.

Haargenau 10 478 Fasnächtler

Die Stimmung während des Umzugs war ausgelassen, viele Besucher wippten im Takt der Musik oder winkten den Figuren zu. Falls es jemandem dennoch zu kalt wurde, gab es einen Stand mit Glühwein und Verpflegung um sich von innen aufzuwärmen.

Trotz kaltem Wetter erzielte der diesjährige Fasnachtsumzug einen neuen Besucherrekord. Der Moderator behauptete, man habe genau 10 478 Personen gezählt - auf jeden Fall waren es somit deutlich mehr als die durchschnittlich 7000 Zuschauer der letzten Jahre.