Um 1.55 Uhr schlug ein Anwohner der Kronengasse bei der Feuerwehr Aarau Alarm. Er hatte in der Kronengasse einen lauten Knall vernommen. Im Erdgeschoss des Gebäudes mit der Nummer 7 Rauch sah er dann Flammen und wählte die Notrufnummer. Der Brandort war das stadtbekannte Tanzlokal «3. Stock».

Zuerst vor Ort war die Polizei, die den Brand unter Kontrolle zu bringen versuchte. Da die Polizisten keine Feuerlöscher dabei hatten, löschten sie die Brandquelle – einen brennenden Eimer – mit Wasser aus dem Stadtbach.

Als die Feuerwehr kurz darauf in der Kronengasse ankam, war die Rauchentwicklung innerhalb der Lokalität beträchtlich. Die Feuerwehr enträucherte den «3. Stock» deshalb rasch mit Lüftungsgeräten.

«Danach untersuchten wir den Brandort mit Wärmebildkameras, um mögliche versteckte Brandherde ausfindig zu machen», wie der Pikettoffizier der Feuerwehr Aarau, Michael Gautschi, auf Anfrage erklärt. Nachdem die Feuerwehr 1,5 Stunden später weitere Gefahren ausgeschlossen hatte, zog sie ab.

Als Brandursache wird eine weggeworfene Zigarette vermutet. Der nächtliche Knall, der den Anwohner geweckt hatte, entstand durch das Zerbersten einer Scheibe unter Hitzeeinfluss. «Wir hatten Glück im Unglück», sagt Gautschi, «denn ein Brand in der Altstadt ist, wenn er sich ausbreitet, nur noch schwer zu kontrollieren.»

Laut Reto Widmer, Geschäftsführer des «3. Stocks», ist das Lokal trotz dem Vorfall heute Freitag geöffnet. (fbi)