Ein gesperrter Spieler, ein Positionswechsel? Der Trainer des FC Aarau ist um Ideen nicht verlegen, liebt Experimente und gibt Olivier Jäckle aller Voraussicht nach als Partner von Captain Sandro Burki vor der Viererabwehrkette eine Chance. Jäckle hat sich während der Vorrunde dieser Saison zwar einen Platz in der Innenverteidigung erkämpft, spielte in der Zeit als Junior aber meistens im zentralen, defensiven Mittelfeld. Nachdem der 20-Jährige auf dieser Position beim 2:0-Sieg im Test gegen Levski Sofia eine starke Leistung gezeigt hatte, wird er im Heimspiel gegen Vaduz erneut auf dieser Position zum Einsatz kommen.

Umstellung kein Problem

Für den jungen Mann aus Birmensdorf ist die Umstellung kein Problem. Er ist flexibel und sagt: «Ob Verteidiger oder Mittelfeldspieler spielt für mich keine Rolle. Die Hauptsache ist doch, dass ich zur Startformation zähle.»

Knie bereitet Sorgen

Probleme bereitet Jäckle momentan allerdings eine Entzündung im Knie. Vor dem 2:0-Sieg im Cupachtelfinal gegen St. Gallen am vergangenen Sonntag waren die Schmerzen so gross, dass er eine Schmerztablette nehmen musste. Mal schauen, ob das aufstrebende Talent gegen die Liechtensteiner einsatzfähig ist oder nicht. Sollte sich Weiler tatsächlich für Jäckle als «Scheibenwischer» vor der Verteidigung entscheiden, kommt Jiri Koubsky in der Innenverteidigung zu seinem ersten Einsatz in einem Meisterschaftsspiel der Aarauer. Der Tscheche würde zusammen mit Juan Pablo Garat das Abwehrzentrum bilden. So wie es die zwei schon beim FC St. Gallen getan haben.

Fehlende Spielpraxis

Koubsky fehlt es allerdings an Spielpraxis. Im Mai des vergangenen Jahres erlitt er einen Bänderriss im Sprunggelenk und musste während zweier Monate pausieren. Seinen letzten Ernsteinsatz hatte der 30-Jährige Ende Oktober bei Spartak Trnava. Während des Trainingslagers in Ayia Napa auf Zypern Ende Januar zeigte der kopfballstarke Abwehrspieler vielversprechende Ansätze. Der Aufwärtstrend hielt nach der Rückkehr in die Schweiz an. Koubsky jedenfalls gibt sich optimistisch und sagt: «Ich bin fit und bereit für einen Einsatz während neunzig Minuten.» Mal schauen, ob sich Weiler für einen Einsatz des 1,95 Meter grossen Routiniers entscheiden wird.

Lüscher in der Startelf

Dass Sven Lüscher erstmals von Beginn an spielen wird, versteht sich nach seinem starken Auftritt und dem Klassetor zum 1:0 gegen St. Gallen von selbst. Der bald 29-Jährige verfügt allemal über die Qualität, um auch der Partie gegen Vaduz den Stempel aufzudrücken. Und mit dem kämpferisch starken und torgefährlichen Sandro Foschini hat der Trainer erst noch einen Spieler in der Hinterhand, den er auf fast allen Positionen einsetzen kann.