Süden in Aaraus Norden, Ile de surprises culinaires, Liebe(s)grüsse aus der Telli, Aarau why not?, (tango)aarau – mon amour, Französisch ist Tradition in Aarau, Mit Tanzen und Trommeln ins neue Jahr, Stein-alt und Liebevoll oder «Ja, ich will!» So vielseitig wie die Stadt Aarau waren auch die Liebesbekenntnisse ihrer Bewohner.

In der Stadtkirche umfing Orgelmusik und festliche Stimmung die Besucher. Manch einer wartete auf das Brautpaar, das das Kirchenschiff durchschreiten würde. Aber es war nicht nur ein Brautpaar, sondern Generationen von Heiratswilligen, deren Hochzeitsbilder hier gezeigt wurden. Menschen, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten hier das Ja-Wort gegeben hatten.

Einen Bezug zur Stadtkirche hat auch Isabelle Hämmerli. Sie wurde dort als Kind getauft. Mit Aarau sei sie sehr verbunden, sagt sie, die Altstadt gefalle ihr gut und die Leute seien sympathisch. Hämmerli ist Leiterin der «Bibliothèque de langue française en Argovie », die gleich neben der Kirche liegt. Sie freute sich über die Wahl des diesjährigen Mottos. «Aarau mon Amour – ein Titel auf Französisch. Diese Sprache war wichtig und prägend für Aarau. So wurde 1922 der «Club Romand» gegründet, heute noch leben viele französischsprachige Menschen in der Stadt.»

Bei «Aarau en miniature» wurde eifrig gesucht. «Wo ist unsere Wohnung?» Die Besucher diskutierten, staunten, fotografierten und umrundeten die Stadt im Mini-Format. Einer, der sein Haus in «Aarau en miniature» im Rathaus gefunden hatte, war Martin Flückiger aus Aarau. «Ich wohne seit 30 Jahren hier. Die Aare ist mein Lieblingsort. An der Stadt schätze ich die schnellen Zugverbindungen nach Zürich, Bern und
Basel.»

Die verschiedenen Standorte bei «Aarau mon Amour» luden dazu ein, zu gehen, zu staunen, zu bleiben, zu essen und zu geniessen. Einige Besucher verbanden Einkaufsbummel und Kultur während andere gezielt möglichst viele Stationen besuchten. Dadurch liessen sich nicht nur Lieblingsorte, sondern auch die Stadt selbst entdecken. «Durch die verschiedenen Standorte lief man ganz automatisch durch Aarau und lernte so die Stadt kennen», verriet Barbara Ineichen, 48, aus Zofingen. «Ich war im Rathaus, beim Trommeln und beim Radio Kanal K». Den Anlass fand sie als Nicht-Aarauerin lässig, «mal was Anderes am Neujahrstag! Schön, vielseitig und belebend.

Eine Stadtführung der besonderen Art für die man gute Schuhe braucht», ergänzte Besucherin, «sowie eine ausgeklügelte Route, um möglichst zeitsparend von A nach B zu kommen.»

«Aarau, mon Amour – was für ein Liebesbekenntnis für unsere Stadt», brachte Stadtpräsidentin Jolanda Urech das Motto in ihrer Ansprache zum Ausdruck. Urech lud die Zuhörer ein, sich an der Neujahrsfeier im Kultur- und Kongresshauses darüber Gedanken zu machen, was Aarau für sie besonders mache. Sogar die Politik, führte sie aus, musste im vergangenen Jahr immer wieder um die Liebe zur Stadt ringen, zum Beispiel bei Abstimmungen über Finanzen und Raumplanung.

Bei Radio Kanal K standen Glück und Gesundheit auf der Wunschliste für die Stadt Aarau. Auch wünschten sich die Besucher mehr kulturelle Angebote in Aarau oder dass das neue Jahr besser wird als das letzte Jahr. Ein Wunsch lautetet: «Aarau, mon Amour – meine alte Liebe zu dir soll auch in diesem Jahr bleiben.»